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Das ist: Sebastian Goldhorn


Sebastian Goldhorn von den JOBLINGEN steht der TechTeens-Initiative mit seinem Know-how unterstützend zur Seite. Von der Schulung der Mentoren für die pädagogische Praxis bis zum Support bei Problemen im Schulalltag, begleitet er das COMPAREX Projekt.

Sebastian, Du arbeitest bei den JOBLINGEN in Leipzig. Wie kann man sich Deinen Job vorstellen?

Ganz kurz gesagt besteht meine tägliche Arbeit daraus, jungen Menschen zu helfen, ihre Ausbildung zu schaffen. Man kann sich das wie einen Weg vorstellen, den ich mit ihnen gehe, sie begleite und motiviere. Das Ziel ist die abgeschlossene Ausbildung.


Was motiviert Dich in Deinem Job?

Ich mag Menschen um mich herum und den direkten Kontakt. Es ist für mich wichtig, sich für diejenigen einzusetzen, die es auch gebrauchen können. Also die jungen Menschen, die es nicht so einfach haben und Startschwierigkeiten in Richtung Berufsorientierung haben. Und wir können tolle Ergebnisse vorweisen: Von denjenigen, die mit den JOBLINGEN starten, schaffen es 70 bis 75 % in die Ausbildung. Die Abschlussquote liegt bei über 80 %.


Du unterstützt die TechTeens-Initiative als pädagogischer Berater. Wie erlebst Du die Arbeit im Projekt?

Die Zielgruppe ist auf jeden Fall anders: hier erleben wir, was für eine Fülle an Potential bei den Jugendlichen da ist. Es ist toll, dass bei diesem Projekt an der richtigen Stelle angesetzt wird: Die Kids werden an die Hand genommen, damit sie zeigen können, was sie draufhaben. Das ist die perfekte Grundlage für die spätere Berufsorientierung.


Als Berater bist Du auch Ansprechpartner für die COMPAREX Mitarbeiter, die jede Woche Ihre Jugendlichen an der Schule betreuen. Wie hast Du hier die Zusammenarbeit erlebt?

Total schön. Ich bin der Meinung, dass eine gute Pädagogik viel mit dem eigenen Bauchgefühl zu tun hat, also mit dem, was man selbst wahrnimmt und als richtig oder falsch empfindet. Das Tolle ist, dass die COMPAREX-Mentoren, wie ich sie kennengelernt habe, sehr viel Motivation und Feuer für dieses Thema mitbringen, was sich überträgt. Das ist unabhängig davon, ob man sich methodisch supergut auskennt oder mit jeder Konfliktsituation perfekt umgehen kann. Allein dieses Vertrauen… Das überträgt sich auf die Kids in jedem Fall und das ist eine Menge wert. Das spürt man.


Wenn Du an deine Schulzeit zurückdenkst, haben Dich solche Sachen wie die Digitalisierung interessiert?

Wir waren relativ technikaffin an unserer Schule und haben in dieser Zeit die Digitalisierung gewissermaßen auch miterlebt. Die Spielekonsolen und Rechner wurden besser, man hat viel gezockt. Ich glaube, ich hätte damals bei den TechTeens mitgemacht. Ich hätte das cool gefunden und freue mich jetzt, dass nun knapp 100 Kids in Leipzig diese Möglichkeit haben.


Wie wichtig ist es Deiner Meinung nach, Jugendliche im digitalen Bereich auszubilden?

Enorm wichtig. Ich glaube, dass die meisten Berufe, die es in 20 Jahren gibt, in irgendeiner Form digitalisiert sein werden. Das bedeutet nicht, dass jeder nur noch am Rechner sitzen wird, aber durch Technik unterstützt und steuert. Es ist sehr wichtig, dass die Jugendlichen, die keinen eigenen Rechner oder WLAN haben, nicht abgehängt werden.

Man sagt zwar gesellschaftlich, dass jeder für seine eigene Bildung selbst verantwortlich ist. Aber eigentlich ist es das Umfeld, das uns zeigt, wie wir mit Bildung umgehen. Es gibt viele Möglichkeiten, aber es ist auch wichtig, dass die Jugendlichen anfangs an die Hand genommen werden und gezeigt bekommen, wie es geht. Ich bin überzeugt davon, dass man zukünftig, egal in welchen Berufen, nicht mehr an der Technik vorbeikommt.


Welchen Tipp würdest Du Jugendlichen an die Hand geben?

Immer dort hinzugehen, wo man die eigene Unsicherheit spürt. Damit die Kids sich nicht nur damit abfinden, was um sie herum passiert. Sie sollten auch erleben, was sie alles verändern können und wie krass sie sich selbst dabei verändern können.


Was wünschst Du Dir von diesem Jahr TechTeens: Wohin soll es gehen und was soll als Ergebnis herauskommen?

Ich wünsche mir, dass den Kids die digitale Welt nähergebracht wird. Ich fände es großartig, wenn sie dranbleiben und sich weiterentwickeln. Das kann mit diesem Projekt beeinflusst werden.

Langfristig wünsche ich mir, dass sich das Projekt wiederholt und eine feste Basis bekommt. Es sind so wichtige Projekte, die gerade bei Unternehmen gut aufgehoben sind die sagen: „Ok, wir verändern jetzt die Zukunft und nehmen etwas in die Hand. Wir sorgen dafür, dass bereits jetzt die Grundsteine gelegt werden für das, was später wichtig ist.“ Das langfristige Denken ist wichtig.

Was die Zukunft bringen wird, wissen wir nicht. Wir können den Kids aber für das „Hier und Jetzt“ etwas mit auf den Weg geben.