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Das sind unsere Mentoren:
Oliver Schladitz


Oliver Schladitz ist jetzt TechTeens-Mentor an der Schule, an der er einst seinen Schulabschluss gemacht hat. Und will motivieren: „Ich bin das beste Beispiel, dass man keinen Hochschulabschluss braucht, um in der IT-Branche einen guten Job zu bekommen. Es gibt viele Wege und verschiedene Berufe, die auch für den mittleren Bildungsweg offen sind.“

Wie bist Du zu den TechTeens gekommen?

Beim regionalen Dialog habe ich das erste Mal davon gehört. Und dann saß ich beim Mittagstisch mit einer Kollegin zusammen, die schon in der Phase war, dass sie sich für das Projekt entschieden hatte. Anfangs habe ich mir nicht gut vorstellen können, in wieweit ich als Mentor unterstützen kann, weil ich nicht so aus der technischen Richtung komme. Der „Hallo-wach“-Effekt entstand bei mir, als ich gehört habe, dass die Schule am Adler dabei ist. Zum Hintergrund: Dort habe ich einen Großteil meiner Schulzeit verbracht. Da mich meine berufliche Laufbahn letztendlich in die IT-Branche geführt hat, dachte ich, das könnte für die Teens eine Motivation sein.


Wie war denn Dein Werdegang?

Ich habe nach der Schule zunächst eine Ausbildung gemacht und mich danach beruflich neu orientiert. Mein damaliger Chef hatte mich angesprochen, dass er mich mit meinen kommunikativen Fähigkeiten im Vertriebsbereich sieht und ob ich da starten möchte. Das hatte ich mir bis zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen können, habe es aber als Chance gesehen. Und das war gut so. Ich bin dann zehn Jahre in dieser Firma aus dem Bereich Fachhandel für Digital Printing geblieben. Danach führte mich mein Weg zur COMPAREX, mittlerweile SoftwareONE, und hier bin ich nun im Innenvertrieb tätig, teilweise auch bei den Kunden vor Ort. Mittlerweile arbeite ich schon seit acht Jahren im Unternehmen.


Wie ist es, ein Mentor zu sein?

Ich habe es mir sicher einfacher vorgestellt. Aber vom Gefühl her denke ich, dass wir als Mentoren von den Schülern gut angenommen wurden. Grundsätzlich sind sie alle sehr interessiert am Thema. Das unterscheidet sich von Stunde zu Stunde manchmal, aber das ist ja normal. Die Herausforderung stellt immer dar, die Teens zum Zuhören zu bringen und einen bestimmten Lernpegel zu erreichen. Man merkt auch, wie viel Eigeninitiative die Schüler entwickelt haben. Besonders jetzt wird das deutlich, wo sie auch Ergebnisse sehen können und es nicht nur um Theorie, sondern wirklich in Richtung Praxis geht.


Welchen Bezug hattest Du in Deiner Jugend zur IT?

In meiner Jugend ging es ja langsam mit dem Thema Computer und Spiele los: Commodore und Atari und Taschengeld zusammensparen, um sich da was zu kaufen und einen Rechner zusammenzubauen. Das war damals Neuland und man ist dort hineingewachsen.


Wie organisiert ihr Euch als Gruppe?

Jeden Freitag sprechen wir uns per Skype oder persönlich in der Gruppe ab, wie wir in der nächsten Stunde weiter verfahren wollen. Es gibt es eine Art Stundenplan, wo wir durchsprechen, was wir vorhaben, wo wir hinwollen, damit es einen roten Faden für die Stunde gibt und wir die Timeline nicht aus den Augen verlieren. Jeder kommt zu Wort, wir haben auch für uns eigene Verhaltensregeln aufgestellt, z.B. dass wir uns ausreden lassen usw. Denn es ist ja auch für uns ein Prozess. Wir sind als Gruppe neu zusammengekommen und die Bedingungen sind für uns wie auch für die Jugendlichen ganz neu gewesen.
Es ist schön, dass wir uns als Gruppe gefunden haben. Man kann sagen, dass sich Jeder mit seiner im Team eingenommen Rolle identifiziert und dann auch diese im Projekt lebt.


Was ist dein Wunsch, was am Ende des Schuljahres sagen kann/herauskommen soll?

Der Weg ist das Ziel, das passt perfekt für dieses Projekt. Mein Wunsch ist, dass es sich gelohnt hat, hier mitzumachen. Nicht nur, weil allein das Ergebnis zählt, sondern weil es den Jugendlichen wirklich etwas gebracht hat und sie für sich selber sehen: „Ich kann etwas schaffen“. Sie sollen die Erfahrung machen, wie man eigenverantwortlich arbeitet und dies auch in der Zukunft weiter anwenden können.
Die Jugendlichen sollen Wertschätzung vermittelt und eine Perspektive gezeigt bekommen und sehen, dass sie als Einzelpersonen ein wichtiger Teil des Ganzen sind. Wenn wir den Schülern zeigen können, dass wenn sie sich ein bisschen Mühe geben und sich reinhängen, sie im Leben etwas erreichen können, womit sie zufrieden und glücklich sind.
Wir haben einen hohen Leistungsdruck an den Schulen und auch der Konsumdruck ist sehr groß und der soziale Background fließt ebenfalls mit ein. Aber wir können zeigen, dass Jeder es schaffen kann. Es gibt so viele (Bildungs-)Wege, die man gehen kann. Mein Wunsch ist hier auch, die Jugendlichen dahingehend zu motivieren.


Würdest Du noch einmal mitmachen?

Ich kann mir das grundsätzlich auf alle Fälle vorstellen, aber vielleicht nicht eins zu eins. Die Jugend ist unsere Zukunft und wir können mit dieser Initiative unseren kleinen Teil dazu beitragen. Man lernt eine andere Welt jenseits der alltäglichen durch dieses Projekt kennen. Deshalb fände ich das allgemein für alle Kollegen empfehlenswert, weil man sich durch so ein Engagement auch persönlich weiterentwickeln kann. Und jeder kann durch seinen jeweiligen unterschiedlichen persönlichen Background wertvolle Impulse einbringen.